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Donnerstag, 31. August 2017

Jugend ohne Gott Interviews mit Jannis Niewöhner, Jannik Schümann, Fahri Yardim und Regisseur Alain Gsponer

Wir hatten Jannis Niewöhner, Jannik Schümann, Fahri Yardim und Regisseur Alain Gsponer im Interview und haben unter anderem uns Themen gewidmet wie Leistungsdruck an Schulen, das heutige Bildungssytem und der Zusammenhang zwischen dieser Dystopie und unserer Gesellschaft.
Habt Spaß und das nächste Interview kommt bestimmt...

Mittwoch, 23. August 2017

Kritik: "Death Note" [USA 2017]

© 2017 | Netflix

"You humans are so interesting."

Light, Kamera, Action und alles "Gute" kommt vom oben. Nach einer Slow Motion zu Australian Crawl's Reckless, wo sämtliche Klischees schon anfangs zutage treten, flattert das berühmte Buch, das eine ganze Generation geprägt und auch heutzutage Kultstatus erreicht hat, auf den Boden eines High-School-Platzes und wird aufgehoben, vom wasserstoffblonden, überdurchschnittlich intelligenten Light, dessen Genialität noch einmal durch das Lösen einiger mathematischer Gleichungen dem Zuschauer offenbart wird, weil er ansonsten einen ziemlich durchschnittlichen Versager abgibt, der eigentlich gar nicht weiß, zu welcher Sorte Mensch er gehören will. Erst, als er seine "Traumfrau" in Gestalt der schönen Mia Sutton trifft, wird aus dem Versager kurzzeitig ein "Held", der die Schwachen verteidigt im strömenden Regen, nur um dann gleich mit blauem Auge vom Direktor zum Nachsitzen verurteilt zu werden. Wie Poesie aus der Konservendose. Im gewöhnlichen Nachsitzraum, beaufsichtigt von niemandem, erscheint ihm dann der uns bekannte Todesgott Ryuk. Statt gefasst und "allwissend" zu reagieren wie im Anime schreit der neue Light wie ein kleines Mädchen und muss erst von besagtem Individuum dazu genötigt werden, einen Namen ins Buch zu schreiben, um dessen unweigerliches Todesurteil zu unterschreiben. 

Samstag, 5. August 2017

Kritik: "Dunkirk" [GB, USA, F, NL 2017]

© 2017 | Warner Bros.

Cobb wollte seine (träumerischen) Kinder wiedersehen, Cooper hingegen die Erde anlaufen, wo seine Kinder wiederum auf ihn warten. Und Batman aus der Gefangenschaft nach Gotham City entfliehen. Konkret war "Heimat", die Heimat, bei Christopher Nolan unaufhörlich, eine wehmütig schippernde Boje inmitten von Zerrissenheit, Schuld und strukturellen Hemmnissen. Heimat als Belohnung jenseits des endlos vertrackten Kaninchenbaus, die, sobald sie sich sich nähert, zugleich von der Überraschung der Überraschungen übermannt wird, dass sogleich ein Rätsel, ein, zwei Ebenen tiefer, das Ich lediglich undurchdringlicher verschüttet – und Heimat sich zu einer entschwundenen Erwartung verflüchtigt. Die "Heimat" in "Dunkirk" aber geht unter. Wie grausam, lärmend, lähmend ein Kriegsfilm sein darf, betont "Dunkirk", wenn sie, ebenjene Heimat, ein Versprechen darstellt, irgendwann nach dem Krieg, das im Rauch und Ruß gleichermaßen ein krächzendes Echo hinterlässt. Eingekesselt zu sein, bedeutet in "Dunkirk" de facto, das Fassbare der Heimat, die Chance, ihr zu begegnen, in ein Abstraktum zu verwandeln, mehr noch, nicht länger in eine Möglichkeit, sondern in eine Sehnsucht.